Mittwoch, 7. Februar 2018

MMM 02/18

Der MeMadeMittwoch findet nun nur noch einmal im Monat statt und auch das schaffe ich momentan kaum. Im Januar hatte ich meine üblichen zwei Wochen Urlaub, nach den Feiertagen, wenn alle anderen wieder beim arbeiten sind :-)
In den letzten Jahren hab ich in dieser Zeit entspannt die aufgeschobene Hausarbeit erledigt, meinen Papierkram sortiert und ein paar Tage für das Nähen eines aufwändigeren Kleidungsstücks reserviert. Letztes Jahr zum Beispiel meine Lederjacke:


Dieses Jahr hab ich mit Ach und Krach die Hausarbeit geschafft. Weiterhin Chaos in meinen Papieren und nichts genäht. Kein einziges Stück. Immerhin ist mein Nähzimmer wieder in Ordnung und es könnte jeden Tag los gehen. Sobald ich mit den aufgelaufenen Flickarbeiten an Monsieur's Jeanshosen fertig bin... GRRRRR!
Früher war zwei Wochen mehr Zeit, oder? Nein, das liegt allein an mir. Die Durchhängezeiten weiten sich aus.
Das einzige, was ich handwerklich immer schaffe, ist Stricken.
Vier Pullover, eine Mütze und meine (nicht mehr ganz neue) Kuscheldecke muss ich noch vorstellen, hoffentlich zeitnah in einem weiteren Post.

Heute kann ich euch also nur meine immer noch heissgeliebte Boyfriendhose aus cognacfarbenem Cord zeigen und einen Loop, den ich noch nicht gezeigt hatte:


Die Fotos ohne Mantel sind nicht aktuell, wie man schon an meinem Smartphone-Cover sehen kann :-)





Genäht hab ich sie im November 2015 und seitdem viel getragen und sie sieht immer noch aus wie neu. 
Mit den Farben für den Loop, Copenhagen Calling von Isabell Kraemer, war ich sooo glücklich. Nur um dann festzustellen, dass er eigentlich nicht richtig zu meinen Winterjacken und -mänteln passt.


Doch zusammen mit der cognacfarbenen Hose und dem dunkelblauen Mantel gefällt es mir doch ganz gut.


Mit meiner Kombi nehme ich heute mal wieder am MeMadeMittwoch teil, in der Hoffnung, bis zum nächsten MMM etwas neues Genähtes zeigen zu können.

Mit meinem neuen Mitbewohner sage ich Narro Hee und bis bald!

Dante is in the house :-)

Donnerstag, 21. Dezember 2017

This time of the year...

... wie jedes Jahr ist es auch dieses Jahr eine fürchterliche Hetzerei zwischen Arbeit und Geburtstagen und Weihnachtsfeiern... 
Trotzdem wollte ich nicht mit der Überschrift "Das war wohl nix" (vom letzten Post) das alte Jahr hinter mir lassen :-) 

Ich wünsche Euch allen: hauptsächlich Gesundheit. Und wenn dann noch ein Wunsch übrig ist: Zeit.
Habt ihr diese beiden, Gesundheit und Zeit, dann ist das ein sehr guter Grundstock für ein glückliches, neues Jahr. Habt ihr noch mehr Wünsche? Ich schon, aber die sind nicht ganz so wichtig...

 Y


Mittwoch, 6. Dezember 2017

MMM 13/2017 Das war wohl nix

Beim MeMadeMittwoch ist heute wieder Mottotag: den grössten (nähtechnischen) Reinfall sollen wir zeigen... Also quasi das Pendant zum hässlichsten Weihnachtspullover :-)

Ich behaupte mal ganz frech, alle Hobbyschneider haben so was schon geschafft, wahrscheinlich passiert das sogar den Profis irgendwann mal. Mir ist es mehr als einmal passiert, meistens dann, wenn ich was ganz schnelles, einfaches machen wollte.
Tatsächlich lerne ich aus manchen Fehlern, manchmal. Nicht immer. Immerhin hab ich erst in den letzten Tagen eingesehen, dass es wenig Sinn macht, einen schönen Stoff zu ruinieren, nur weil ich gern noch auf die Schnelle eine Bluse für Weihnachten nähen will.
Weil ich aber gern trotzdem was schönes, neues zum Fest wollte hab ich mir kurz entschlossen einen wunderschönen Blazer von Vivienne Westwood bestellt. Tja, nix gespart, aber Nerven geschont.

Nun zur grausamen Wahrheit, meine Fehlschüsse:

Lederhandschuhe, zu klein 





 Die wären zu retten, wenn ich jeweils die Handinnenflächen durch elastisches Material ersetzen würde. Darauf warten sie noch...

Der japanische Papierpulli, zu klein


Da hilft nur auftrennen...

Auch der hier: zu klein


Die Waxprint-Sommerbluse




Wenn ich an Fehlschläge denke fällt mir die immer als erstes ein. So ein interessanter Schnitt, aber für mich gar nicht geeignet. Oder jedenfalls nicht mit Muster!

Und dann noch die ersten Schalke-Socken für den Fan im Haus. Haben gepasst und gefallen und wurden direkt zwei Wochen lang abends zu Hause getragen. Dann waren die Sohlen durch. Weil ich weiches Garn verwendet habe für den Prinzen auf der Erbse. Ein neues Paar ist in Arbeit und das bekommt dann Ledersohlen, bis er die durchgeschlurft hat dauerts eine Weile :-)


Eins hab ich noch, dann muss gut sein mit Offenlegung meiner Fehlschläge.

Die Hochzeitsgast-Hose, die leider immer noch rutscht


Beim Durchstreifen des Archivs ist mir aufgefallen, dass ich die allermeisten Sachen immer noch gerne mag und auch regelmässig anziehe. Bis auf die, in die ich wegen aktuellem Gewicht-Höchststand nicht rein passe. Vor allem anderen muss ich dieses Problem angehen, nicht erst nach Weihnachten, sondern sofort. Um endlich mal wieder mein selber genähtes, heissgeliebtes Vivienne-Westwood-Jacket tragen zu können...



 ... und euch auch endlich die Ancient-One-Bluse mit Tragefotos zu zeigen...



Richtig glücklich bin ich nach wie vor mit meiner Lederjacke, die passt auch jetzt noch, zum Glück...



Das war's von mir für heute, vieles (vor allem Gestricktes) ist in Arbeit. Mehr dazu hoffentlich bald!
Schöne Adventswoche euch allen Y




Dienstag, 21. November 2017

MMM 12/2017 Funky Grandpa

Wenn ich nicht so langsam mal ein paar fertige Sachen zeige muss ich wieder einen Sammelpost verfassen :-)

Meine Stricksucht kennt zwar keine Jahreszeiten, aber momentan hat es mich schon besonders heftig erwischt. Beinahe jeden Tag muss ich sehr streng zu mir sein, nicht neues Garn und noch eine neue Anleitung zu kaufen. Gerade erst habe ich grosszügig Schnittmuster und Strickanleitungen entsorgt, die ich sowieso nie verwenden werde. Die neue Devise heisst: kaufen nur noch für konkrete Projekte und auch nur dann, wenn sich im (immer noch übervollen) Lager nichts Passendes findet.

Meine neue Strickjacke geht da mit gutem Beispiel voran. Die Anleitung von La Maison Rililie hatte ich schon, das helle und dunkle Baumwollgarn auch. Nur den Zauberball für die Streifen hab ich dazu gekauft.  
Um es gleich zu sagen, richtig Grandpa ist die Jacke mit dem Baumwollgarn nicht, da wäre ein Wollgarn schon besser. Es gibt bei Ravelry einige schöne Beispiele dafür. 
Aber ich hatte Ende des Sommers damit angefangen, als es noch zu warm für eine Wolljacke war. Ausserdem war von meinem Sale-Kauf der schönen Lana Grossa Puntino noch reichlich übrig nach dem Feather and Fan-Schal und der Hullmønsterjakke und Stash-Abbau gibt einfach ein gutes Gefühl.

Nicht ganz so schnell fertiggestellt wie sonst, weil ich zwei oder drei Schals parallel gestrickt habe, aber immerhin hat sie schon Knöpfe und wurde bereits getragen...

Funky Grandpa Lightversion


Ich LIEBE die Farben des Zauberballs, Herbstsonne ist der perfekte Name dafür. Auch meine Andy-Warhol-Socken sehen das so :-)

In der Originalanleitung wird für die Knopflöcher nachträglich in die Blende geschnitten (kreisch!). Für diesen Nervenkitzel ganz am Ende der Arbeit bin ich nicht tapfer genug. Dass die Knöpfe ordentlich bei jedem zweiten Streifen sitzen, das hätte ich aber trotzdem schaffen können. Hätte ich die Anleitung auch am Schluss noch richtig gelesen. Ähem...


Zum ersten Mal hab ich einen I-Cord-Abschluss gestrickt und finde den ganz schön. Schwer ist er nicht, dauert aber deutlich länger als abketten und ich vermute, er benötigt auch mehr Garn. Um auch mal stricktechnisch aus meiner Komfortzone zu kommen war das ein guter Anfang.


So schade, dass dieses Garn bei Lana Grossa nicht mehr im Programm ist. 



Wieder mal gibt es nur suboptimale Bilder an mir, aber immerhin gibt es überhaupt welche.


ein bisschen tief der Ausschnitt...

... so ist es besser :-)

Ein kleines bisschen weiter und länger hätte die Jacke sein dürfen, aber bei Baumwolle hab ich immer die Befürchtung, dass sie mit der Zeit ausleiert. Es gibt dafür zwar keine Anzeichen, auch bei der langen Hullmønsterjakke nicht, aber sicher ist sicher.

Im Radio kam heute, dass sich Menschen deshalb wohl so unwohl fühlen mit Fotos von sich, weil man sich ja normalerweise nur im Spiegel sieht. Also seitenverkehrt. Fotos spiegeln und alles ist in Ordnung.
Nee, nee, nee, sag ich da mal mit dem Maulwurfen, so viel ändert sich da nicht.


Aber Top down gesehen ist es immer irgendwie witzig, oder?  Tschüssen :-) 

Funky Grandpa
Modell: Funky Grandpa von La Maison Rililie, via Ravelry
Garn: Lana Grossa Puntino nachtblau 21 und weiss 8, 100 % Baumwolle
Lauflänge: ca. 160 m / 50 g
Nadeln Nr. 3
ca. 400 g
gestartet: 18.08.2017
beendet: 22.10.2017

Meine neue Bluse ist noch nicht fotografiert, deshalb gehen Grandpa und ich heute zusammen zum MeMadeMittwoch Y

Dienstag, 17. Oktober 2017

Heimat

Gestern hatte ich einen - nicht ganz einfachen - privaten Termin und danach den Rest des Nachmittags frei genommen. Bei diesem unglaublichen Sommerwetter viel besser als im Büro zu sitzen :-)

Unverhoffte Freizeit versuche ich sofort mit notwendigen Erledigungen zu füllen, geht euch bestimmt auch so. Doch gestern war ich in so nostalgischer Stimmung, dass ich beschlossen habe einen kleinen Abstecher in die Kindheit zu machen.
Mit meiner Heimatstadt verbindet mich jetzt leider nur noch der Friedhof und ein paar Freunde, aber ich freu mich immer sehr, wenn ich mal da bin. An praktisch jeder Strassenecke fällt mir eine Geschichte aus meiner Kindheit ein. Und gestern hab ich ganz bewusst ein paar Plätze aufgesucht, an denen ich schon länger nicht mehr war.

Ganz in der Nähe meines Elternhauses liegt dieser schöne Aussichtspunkt:


Als Kinder waren wir mit meiner Oma unterwegs zum Äpfel sammeln oder haben auch mal einen Maiskolben geklaut :-) dann haben wir mit der Beute auf dem Bänkchen gesessen, von dem man in alle Richtungen schauen kann.









Als Teenager hatten wir dann weniger Interesse am Naturdenkmal, sondern mehr am ungestörten Küssen :-)

Meine neuen Schuhe waren nicht so geeignet für das Gelände, aber aufgehalten hat mich das nicht.


Nächste Station war die kleine Wallfahrtskirche, in der meine Eltern geheiratet haben. Leider wird sie gerade renoviert, an jeder Seite Gerüste bis zum Dach hinauf. Aber drumherum ist es auch sehr schön.












Ich habe sehr gern hier gelebt und als ich gestern auf Zeitreise war wurde mir wieder mal bewusst, wie schön es ist, immer wieder hierher zurück kommen zu können. Meine Eltern konnten das als Kriegsflüchtlinge beide nicht. Und die Millionen, die wegen der aktuellen Kriege auf der Flucht sind, werden ihre Heimat vielleicht nie wieder sehen. 



Der freche Kerl hat mich, oder vielleicht eher mein Käse-Semmel-Mittagessen?, bis zum Parkplatz verfolgt.

Den Abschluss meiner kleinen Heimattour bildete der Friedhofsbesuch zwecks Bestandsaufnahme. Allerheiligen steht vor der Tür und in einem kleinen Ort wie diesem ist ein ordentliches Grab Pflicht. Es ist schön, zu Besuch zu kommen, aber um hier zu leben bin ich inzwischen zu rebellisch Y



Die letzten beiden Fotos musste ich mit dem Handy machen, meine kleine Sony-Kamera hatte mich informiert, dass der Akku "erschöpft" sei :-) Der Arme...

Das war mal ein ganz anderer Post als sonst. Ich bin sehr froh, dass ich diesen wunderschönen Nachmittag ganz für mich allein und meine Erinnerungen hatte. Wenn alles noch schwieriger wird, kann ich mir die Fotos anschauen und mich an diese stillen Stunden erinnern.